Nahrung

 

Allgemeines:

Wie keine andere Finkengattung sind die Kreuzschnäbel ökologisch ausschließlich an die Samen der Nadelgehölze gebunden. Hier für hat jede Kreuzschnabelart ihre Artspezifischen Schnäbel ausgebildet um an, in ihrer Umgebung vorkommenden, Samen zu kommen.

Durch das Überkreuzen des Ober- und Unterschnabels können nur die Kreuzschnäbel noch nicht offen stehende Zapfen bearbeiten und so an die darin befindlichen Samen gelangen.

Da die meisten Nadelbäume nicht in jedem Jahr Zapfentragend sind und die Kreuzschnäbel hiervon aber ihre Jungenaufzucht abhängig machen, ziehen sie oft in kleinen bis größeren Gruppen umher und fangen unabhängig von der Jahreszeit mit dem Brutgeschäft an sobald sie in einer Gegend ausreichend Nahrung für sich und ihre Brut vorfinden. Man konnte sogar Vögel beobachten die ihre andauernde Mauser unterbrochen haben, Jungvögel aufzogen um anschließend ihre Mauser zu vollenden. Eine andere Ornithologische Besonderheit der Kreuzschnäbel ist die Fähigkeit bereits ab einem Alter von nur 4 Monaten bereits selbst zu Brüten - hierdurch können Jungvögel in einem guten Zapfenjahr selbst Junge aufziehen und so eine im Folgejahr ausfallende Zapfenbildung und damit verbundene Brut ausgleichen.

 

Ernährung in Züchterhand:

Grundsätzlich sollte man bei der Haltung und Zucht von Kreuzschnäbeln zwei Perioden einhalten um die Vögel in Brutstimmung zu bekommen. Hierfür eignen sich verschiedene, im Handel erhältliche, Futtermischungen.

 

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Handelsübliche Kreuzschnabelmischung,

 

...da es meines Wissens noch keine Kreuzschnabelmischung für die Ruhezeit gibt, habe ich mir nach meinen Erfahrungen über die Jahre selbst eine Mischung erstellt.

 

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Kreuzschnabelmischung, Ruhezeit

...diese Mischung kann nach Belieben mit frischen Beeren verschiedener Art angereichert werden. Gut eignen sich hierfür z.B.

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Feuerdorn,rot

 

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Feuerdorn,gelb

 

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Liguster

 

Zur Brutzeit sind sämtliche Arten der Nadelgehölze in Form von Ästen mit frischen Nadeln und Knospen angebracht. Hier kann man ständig frische Zweige in eigens dafür vorgesehen Halter anbieten und die Vögel werden sie binnen kürzester Zeit bearbeiten.

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Fichtenzweig mit frichen Knospen

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Knospe der Kiefer

 

Das eigentliche Futter während der Brutzeit - obwohl manche Züchter hiervon abkommen - sind die verschiedenen Zapfen von Fichte, Kiefer und Lärche.

 

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Zapfen der Lärche

 

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Zapfen der Kiefer

 

Diese sind zu gegebener Zeit zu sammeln und kühl und trocken zu lagern.

 

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gesammelte und gelagerte Zapfen der Rotfichte

...bevor man die Zapfen seinen Vögeln anbietet hat sich ein Zerteilen bewährt.

 

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Durch das Zerteilen wird es den Vögeln erleichtert an die innenliegenden Samen zu kommen. Hierdurch wird eine bessere Samenausbeute erreicht.